Vereine

1. FC Union Berlin

„Immer weiter, ganz nach vorn“ gibt die Vereinshymne der Eisernen die Richtung vor. Beim 1. FC Union Berlin geht das vor allem „Schulter an Schulter“ mit den leidenschaftlichen Fans. Als der Verein 2004 für die Regionalliga-Lizenz bürgen musste, organisierten Fans und Unterstützer die Aktion „Bluten für Union“: Sie spendeten Blut, gaben die Aufwandsentschädigung dem Verein und halfen so, die Lizenz zu sichern. Bei der grundlegenden Renovierung des Stadions An der Alten Försterei 2008/2009 halfen tausende Fans mit und leisteten 140.000 freiwillige Arbeitsstunden, um das vom Stadtbezirk an den Verein übertragende Stadion bundesligatauglich zu machen. Deutschlands vierten WM-Titel im Sommer 2014 feierten viele Unioner auf ihren eigenen Sofas im Stadion –  das WM-Wohnzimmer fand weltweite Beachtung. Zu DDR-Zeiten spielte der 1966 gegründete Verein in den höchsten Spielklassen und kämpfte sich auch im gesamtdeutschen Fußball mühsam aber stetig nach oben. Ein Zwischenhoch gelang 2001 mit dem Zweitliga-Aufstieg sowie dem Einzug in das DFB-Pokalfinale. Eine Teilnahme am UEFA-Cup folgte. Seit 2009 spielt der Verein ununterbrochen in der 2. Bundesliga und strebt nun ambitionierter denn je nach dem Aufstieg in die Bundesliga.

ALBA Berlin

ALBA BERLIN wurde 1989 gegründet und vertritt die Hauptstadt seitdem getreu dem Club-Motto „Mit Leib und Seele für Berlin“ in jeder Saison in der Basketball Bundesliga und im internationalen Wettbewerb. Mit acht deutschen Meisterschaften, neun Pokalsiegen und dem Gewinn des internationalen Korac Cups ist ALBA BERLIN das erfolgreichste Programm im Deutschen Basketball. Die Albatrosse ziehen bei ihren Heimspielen in der Mercedes-Benz Arena in jeder Saison mehr als 10.000 Zuschauer im Schnitt an und sorgten im Oktober 2014 für weltweites Aufsehen, als sie den amtierenden NBA-Champion San Antonio Spurs mit 94:93 besiegten. Auch der Nachwuchs setzt Maßstäbe, denn ALBA BERLIN ist mit seinem preisgekrönten Jugendprogramm der mitgliederstärkste Club Deutschlands und mehrfacher Meister in der NBBL und JBBL.

Berlin Recycling Volleys

Der Sport-Club Charlottenburg (SCC) ist einer der traditionsreichsten und größten Sportvereine der Hauptstadt mit mehr als 7100 Mitgliedern. Die Profimannschaft der Volleyball-Abteilung, die Berlin Recycling Volleys, sind ein deutschland- und europaweites Aushängeschild des Vereins. Kein anderes Team der Volleyball Bundesliga lockt so viele Fans zu seinen Heimspielen, mehr als 8000 Zuschauer wurden in der Max-Schmeling-Halle bereits gezählt. Schon neunmal konnten die Hauptstadt-Volleyballer die Deutsche Meisterschaft feiern, zuletzt sogar einen Titelhattrick (2016-2018). Mit dem Pokalgewinn im Jahr 2016 holte Berlins Volleyballteam Nr. 1 diese Trophäe zum vierten Mal und wurde im selben Jahr sogar Europacup-Champion. Zuvor richteten die BR Volleys 2015 das Finalturnier der Champions League aus und errangen einen großartigen dritten Platz. Europas Zuschauermagnet im Volleyball setzt immer wieder neue Maßstäbe und vergisst dabei nicht, auch den Kleinsten den Spaß an Bewegung zu vermitteln.

Eisbären Berlin

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge zogen die Fans der Eisbären 2008 durch Berlin. Den geliebten „Wellblechpalast“ in Hohenschönhausen hinter sich lassend, bezogen sie die moderne Mercedes-Benz Arena. In den alten Bau passten keine 5000 Zuschauer, in den neuen mehr als 14.000 Fans. Sie bekommen etwas geboten, denn mit sieben Meistertiteln, zuletzt 2013, gehören die Eisbären zu den Top-Teams der Deutschen Eishockey-Liga. Der Vorgängerverein SC Dynamo Berlin spielte einst in der „kleinsten Liga der Welt“. Die DDR-Oberliga bestand lediglich aus zwei Mannschaften, Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser. 15 mal holten die Berliner den Titel. Kein Wunder, dass die Fankurve ihre Eisbären auch heute noch mit „Dynamo! Dynamo!“-Rufen anfeuert.

Füchse Berlin

Mit ihrem Siegeszug bei der Europameisterschaft 2016 in Polen lösten die deutschen Handballer eine Welle der Begeisterung aus. Gebührend gefeiert wurden die Sieger von tausenden Fans in der Max-Schmeling-Halle, dem Zuhause der Füchse Berlin. Mit Fabian Wiede hatten die Füchse ihren Anteil an dem Triumph. Auch bei der berauschenden Heim-WM 2019 waren mit Silvio Heinevetter, Paul Drux und Fabian Wiede drei Füchse im deutschen Aufgebot. Zudem wurde Rechtsaußen Hans Lindberg Weltmeister mit dem dänischen Team. Seit dem Aufstieg in die Bundesliga 2007 feierte der Verein auch selbst viele Erfolge: In der Bundesliga gehören sie zu den Top-Mannschaften, 2014 gewannen Sie den deutschen Handball-Pokal, 2015 und 2018 wurden die Füchse Europapokal-Sieger (EHF). Auch die Vereinsweltmeisterschaft konnte schon zweimal in die Hauptstadt geholt werden. 2015 und 2016 siegten die Füchse beim Turnier in Doha. Warum man sich unbedingt ein Spiel seiner Mannschaft anschauen sollte, erklärt Füchse-Chef Bob Hanning so: „Sie erleben Leidenschaft, Kraft, Geschwindigkeit, taktische Finesse und mehr Tore als beim Fußball, versprochen!“

Hertha BSC

Mit mehr als 36.000 Mitgliedern ist Hertha BSC der mit Abstand größte Sportverein Berlins. Der Erstligist, der 1963/64 zu den Gründungsklubs der Bundesliga gehörte, bietet neben dem Fußball auch die Sportarten Boxen, Tischtennis, Kegeln und seit neuestem auch eSports an. Benannt wurde der Club im Jahre 1892 nach einem blau-weißen Spreedampfer. Seitdem hat der Verein, genauso wie die Stadt, in der er gegründet wurde, eine spannende und geradezu wechselvolle Geschichte durchlebt. Aus dem BFC Hertha 92 wurde 1923 nach der Fusion mit dem Berliner Sport-Club Hertha BSC. In der Folge erreichte der Verein sechs Mal das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, 1930 und 1931 gewann das Team um Hanne Sobek zweimal den Titel. Drei Mal stand der Hauptstadtclub, dessen Spielstätte das Olympiastadion Berlin ist, im DFB-Pokalfinale (1977, 1979 und 1993), 1979 darüber hinaus sogar im UEFA-Pokal-Halbfinale. 2000 erreichten die Herthaner die Zwischenrunde der UEFA Champions League, zweimal wurde der Ligapokal gewonnen (2001 und 2002). Unter Pál Dárdai, der seit Anfang 2015 Cheftrainer der Blau-Weißen ist, hat sich die ‘Alte Dame‘ in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga etabliert. Dabei setzt Hertha traditionell besonders auf Spieler aus der eigenen Akademie, in der seit Jahren erfolgreiche Arbeit geleistet wird. Im Sommer 2018 wurde die U19 von Trainer Michael Hartmann erstmals in der Vereinsgeschichte Deutscher A-Jugend-Meister.